5 Jahre Alkoholpräventionsprojekt „Wandelhalle Sucht“

Die Ausstellung „Wandelhalle Sucht“ wurde am 14. Juni 2007 feierlich eröffnet.
Aus dem anfänglichen Ausstellungsprojekt „Wandelhalle Sucht“ hat sich ein erfolgreiches Selbsthilfepräventionsprojekt entwickelt.

Regelmäßig werden Veranstaltungen für Schüler, Auszubildende, Multiplikatoren etc. durchgeführt. Die Veranstaltungen beinhalten jeweils 5 Module:

  • Einführende Gesprächsrunde
  • Ausstellung mit Fragebogen (Fragebogen dient der Orientierung)
  • Filmvorführung (z.B. „Kinder im Vollrausch“)
  • Parcours mit Rauschbrillen (Interaktiver Bereich)
  • Auswertungsrunde (Reflexion)

Alle Veranstaltungen werden von abstinent lebenden Betroffenen geführt und begleitet. Die eigene Betroffenheit ist das Besondere an den Veranstaltungen. Betroffene erzählen von ihren eigenen Erfahrungen und die Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Unser Ziel ist es, die Teilnehmer für ihr derzeitiges und künftiges Trinkverhalten zu sensibilisieren und das vorhandene negative Bild des Alkoholikers zu korrigieren.

Gruppenfoto

Die stationäre Ausstellung befindet sich in den Räumen der SBB Regenbogen, Friesenstraße 8, 04177 Leipzig. Seit Februar 2010 verfügen wir durch die Förderung der AOK Plus auch über eine mobile Ausstellung. Damit waren wir u. a. während der Aktionswoche Sucht in den Promenaden im Leipziger Hauptbahnhof präsent und im AGRA-Museum in Markkleeberg.

Bisher führten wir 446 Veranstaltungen mit 5269 Besuchern durch. Zur Projektgruppe gehören derzeit 15 ehrenamtliche Mitstreiter.

Am Samstag, den 13. Oktober fanden wir endlich die Zeit, dieses Jubiläum in angenehmer Atmosphäre zu feiern.
Wir trafen uns zunächst zum gemütlichen Frühstück im Begegnungszentrum der SBB Regenbogen. Besonders erfreut waren wir, dass Sabine Trenz unserer Einladung folgte. Sie war im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme maßgebend an der inhaltlichen Gestaltung der Ausstellung beteiligt. Die Projektleiterin Elke Nietsche sprach über die Entwicklung des Projektes. Sehr hilfreich für unsere Arbeit ist die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Suchtberatungsstelle Regenbogen auf Augenhöhe. Das Zusammenwirken von Betroffenenkompetenz und Fachkompetenz macht das Projekt so erfolgreich.

Gemeinsam fuhren wir anschließend mit dem Motorschiff „Weltfrieden“ auf dem Karl-Heine-Kanal entlang und genossen bei Sonnenschein die idyllische Landschaft. Am Abend fanden wir uns im Restaurant „Zur Goldenen Krone“ in Markkleeberg ein und bedienten uns von dem reichhaltigen und schmackhaften Buffet. Es war ein gelungener und angenehmer Tag für alle.

Beständig wollen wir in dem Selbsthilfepräventionsprojekt weiter arbeiten. Bereits bis zum Juli 2013 wurden bereits Veranstaltungstermine vereinbart.