Mütter/Väterunterstützungstraining - MUT!

MUT! ist ein Mütter/Väterunterstützungstraining für Konsumenten von illegalen Drogen, Substituierte Eltern und/oder alkoholabhängige Mütter/Väter mit Kindern bis zu 12 Jahren. In einer Kleingruppe mit anderen Müttern und Vätern, die in einer ähnlichen Situation leben, haben sie die Möglichkeit sich selbst als Elternteil besser kennen zu lernen, andere Lösungen für Schwierigkeiten in der Erziehung zu finden und die Bedürfnisse der Kinder wieder verstärkt wahrzunehmen. Das Training ist ein modularisiertes Seminar bestehend aus 9 Einheiten und einem Abschlussfest. Nach Beendigung des Kurses erhalten die Eltern ein Zertifikat.
Die Gruppe trifft sich einmal in der Woche für 3 Stunden und bearbeitet pro Veranstaltung in Form von Gesprächen, Spielen, Informationen und Übungen einen Themenschwerpunkt.

Eine Gruppe besteht aus 6-8 Teilnehmern.

Ziel ist es, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Sie sollen für die Bedürfnisse ihrer Kinder sensibilisiert werden. Durch die
Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte und Suchterkrankung, sollen die Eltern befähigt werden ihre Kinder vor dem Gebrauch von v.a. illegalen Suchtmitteln zu schützen.

Damit Ängste abgebaut, Konfliktlösungsstrategien ohne die Zuhilfenahme von Suchtmitteln erlernt und die Eltern- Kind- Beziehung gestärkt werden können, liegen dem Training folgende Seminarinhalte zu Grunde:

  • Kennenlernen des Spektrums elterlicher Aufgaben
  • Wissenserweiterung über die einzelnen Phasen der kindlichen Entwicklung
  • Verantwortungsübernahme für die eigene Suchterkrankung
  • Enttabuisierung der Suchtproblematik innerhalb der Familie
  • Reflektion der eigenen Kindheit mit dem Ergebnis die eigenen Erziehungsmethoden zu hinterfragen
  • Bearbeitung von Erziehungsproblemen
  • Reflektion über die aktuelle Situation und Kennenlernen von Alternativen zur Stabilisierung und/oder Verbesserung der Lebenssituation
  • Stärkung des mütterlichen/ väterlichen Selbstwertgefühls durch den Austausch mit der Gruppe
  • Erwerb entwicklungsförderlichen Elternverhaltens und ErziehungsMethoden

Das Hauptaugenmerk liegt immer auf der Sicherstellung des Kindeswohls. Suchtkranke Eltern sollen befähigt werden, einer Kindeswohlgefährdung vorzubeugen und ihre elterlichen Pflichten wahrzunehmen.

Getreu dem Motto: Elternwohl = Kindeswohl