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STARTSOCIAL-BUNDESAUSWAHL 2017/18: FÖRDERVEREIN ZENTRUM FÜR DROGENHILFE E.V.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel, Schirmherrin von startsocial e.V., und Dr. Dieter Düsedau, Gründer von startsocial e.V., überreichen die startsocial-Urkunde an Jacqueline Börno und Andrea Wendt vom Förderverein Zentrum für Drogenhilfe e.V. für das Projekt „Abstinenzclub Regenbogen“.

Auszeichnung
Foto: startsocial e.V./Thomas Effinger

Neuer Vorstand gewählt

Am 19.4.2018 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung statt. 17 stimmberechtigte Mitglieder sowie 2 Förder-/Ehrenmitglieder und 2 Gäste waren anwesend.
Neben der Darstellung des Tätigkeits- und Geschäftsberichtes 2017 wurde ein neuer Vorstand für die Legislaturperiode 2018-2021 gewählt. Die Vorstandsmitglieder stellen sich in der Rubrik „Wir über uns“ vor.

Alkohol – eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland

Ein Gläschen Sekt im Büro. Ein Feierabendbier nach einem stressigen Tag. Ein, zwei Cocktails auf einer Party. Gewiss: Gründe und Gelegenheiten, Alkohol zu trinken gibt es genügend. Alkohol – das bedeutet für viele von uns Genuss, Spaß, Entspannung, Lifestyle. In bunten Bildern vermittelt uns die Werbung: Wenn ich dieses oder jenes Bier trinke, dann bin ich jung, hip, ganz vorn dabei.
Alkohol – ein Lebensgefühl!

Aber zur Wahrheit gehört eben auch, dass Alkohol bereits Millionen Leben beendet hat. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr rund 74.000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum. Zum Vergleich: Harte, illegale Drogen wie Crystal, Heroin oder Kokain haben im gesamten Jahr 2015 etwa 1.200 Menschen getötet – weniger als Alkohol in einer ganzen Woche. Natürlich verbietet es sich, die einen Drogen-Toten gegen die anderen aufzuwiegen. Die Zahlen machen aber eindrucksvoll deutlich, dass Alkohol nicht nur die Droge Nummer eins unter den Deutschen ist, sondern auch eine der häufigsten Todesursachen. Eine Droge, die es überall legal zu kaufen gibt. Schon ab 16 Jahren - einem Alter, in dem man weder Autofahren noch wählen gehen darf.

1. Tag der Angehörigen am 09.06.2016

Dieses Jahr veranstaltete unser Verein erstmalig ein Fest speziell für die Angehörigen suchtkranker Menschen. Das Ziel war es den Angehörigen Danke zu sagen. Danke für die Unterstützung, welche wir während im Genesungsprozess erhalten haben.
Der Vorstand machte sich Gedanken, wie die Vorbereitung und Organisation des Tags der Angehörigen durchgeführt werden könnte.
Am Tag selbst trafen bereits um 12 Uhr alle Helfer aus den einzelnen Projekten des Fördervereins ein und bereiteten alles bestens vor. Es hat Spaß gemacht wie alle angepackt und mitgemacht haben.
14 Uhr begrüßte unser Vorsitzender Dieter Rienaß alle Betroffenen und ihre Angehörigen und eröffnete mit einer kurzen Rede den Tag der Angehörigen.

Tino Böttcher wird Schirmherr des Förderverein Zentrum für Drogenhilfe e.V.

Wir geben bekannt und freuen uns, dass Tino Böttcher / Fernsehmoderator beim MDR, die Schirmherrschaft über unseren Förderverein Zentrum für Drogenhilfe übernommen hat. Wir freuen uns auf die bevorstehende Zusammenarbeit. Tino Böttcher hat seine ganz persönlichen Gründe für diesen Schritt formuliert:

Ich bin das Kind eines alkoholkranken Vaters. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich diesen Satz sagen konnte, ohne mich dafür zu schämen. Im Grunde hat mein Vater getrunken, seit ich denken kann. Und bis ins junge Erwachsenenalter dachte ich: Wenn jemand von seiner Sucht erfährt, hält man mich und meine Familie für asozial. Hätte meine Familie eher verstanden, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, vielleicht wäre vieles anders gelaufen: Vielleicht hätten sich meine Eltern nicht getrennt. Vielleicht hätte mein Vater nicht seinen Führerschein verloren und danach seine Arbeit. Vielleicht wäre er jetzt noch am Leben. Es ist mühsam, darüber zu spekulieren. Aber mit Sicherheit hätte ich mich selbst besser vor der Alkoholsucht meines Vaters schützen können. Denn auch ich litt unter seiner Krankheit. Zumindest psychisch. Ich war viele Jahre in einer klassischen Co-Abhängigkeit.
Inzwischen habe ich gelernt, viel selbstbewusster mit diesem Teil meiner Vergangenheit umzugehen. Aber ich hätte mir gewünscht, früher von Hilfsangeboten für Familien alkoholkranker Menschen erfahren zu haben. Deshalb bin ich froh und stolz, künftig den Förderverein für Drogenhilfe e.V. als Schirmherr unterstützen zu dürfen. Weil die Angebote des Vereins suchtkranken Menschen Möglichkeiten aufzeigen, aus ihrer Abhängigkeit herauszufinden, weil hier auch Angehörige Unterstützung finden und weil die Mitlieder des Vereins wichtige Präventionsarbeit leisten.

Start der Weiterbildungsreihe des Förderverein Zentrum für Drogenhilfe e.V. 2016

Am 25.5.2016 startet unsere Weiterbildungsreihe im Jahr 2016. Die erste von 4 Veranstaltungen widmet sich dem Thema: Vom Erstkonsum zur Abhängigkeit, Praxiserfahrungen auf der Schnittstelle von Jugend-, Sozial-, Arbeits- und Suchthilfe.

Als Referent der Fachkompetenz konnte Jörg Hennig, Suchttherapeut im Zentrum für Drogenhilfe, SBB „Regenbogen“ sowie Vertreter der Betroffenenkompetenz gewonnen werden, welche sich in der Podiumsdiskussion den Fragen der Teilnehmer stellen werden.

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