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Sucht-Selbsthilfe der SBB Regenbogen feiert 30-jähriges Bestehen

Das Jahr 2013 ist ein ganz besonderes für die Sucht-Selbsthilfe „Regenbogen“, denn sie feiern 30 Jähriges Bestehen. Zur Gestaltung dieses Jubiläums gründeten sich Anfang des Jahres 3 Arbeitsgruppen mit den Themenschwerpunkten Broschüre, Video und Feier.

Herausgekommen ist eine Hochglanzbroschüre, in der Vertreter der Selbsthilfe zu Wort kommen und ihre eigene Geschichte zur Thematik darstellen, ein Video mit einem sehr eindrucksvollen historischen Rückblick auf 30 Jahre Selbsthilfe und die Organisation einer vielfältigen Feierlichkeit. Unter dem Motto „Auf die Menschen kommt es an“ fanden zur Würdigung der Selbsthilfe 2 Veranstaltungen im September statt. Am 04.09.2013 waren neben den Vertretern der Selbsthilfe auch Politiker und Vertreter der Fachkompetenz geladen, um sich unter dem Motto „Von der Laienhilfe zur Betroffenenkompetenz“ über die Entwicklung der Selbsthilfe auszutauschen. Neben dem Grußwort von Frau Dr. Minde (Geschäftsführerin des Klinikums St.“Georg“ Leipzig), vorgetragen von Frau Minker (Leiterin der Unternehmenskommunikation), kam Frau Lein als Suchtbeauftragte der Stadt Leipzig zu Wort und erläuterte die derzeitige Situation der Selbsthilfe und ehrte ihr starkes Engagement in der Suchtkrankenhilfe. Frau Wala, Leiterin der Suchtberatungsstelle und Finanzreferentin unseres Vereins verdeutlichte, welchen Mehrwert die Suchtkrankenhilfe aus der engen Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Betroffenen zieht und betonte die Notwendigkeit der finanziellen Würdigung dieses Engagements. Neben den genannten Vertretern der Fachkompetenz, kamen auch Vertreter der Betroffenenkompetenz zu Wort. Frank G. beschrieb auf emotionale Weise sein Weg zur Abstinenz, seine Bedeutung der Selbsthilfe und bat Vertreter der Stadt Leipzig um Unterstützung zur Aufrechterhaltung des Präventionsprojektes „Wandelhalle Sucht“, welches er selbst ehrenamtlich sehr aktiv mitgestaltet. Elke N., ebenfalls selbst betroffen, übernahm die Aufgabe der Co-Moderation und führte mit durch die Veranstaltung.

Zum Abschluss dieser Zusammenkunft wurden die Broschüre vorgestellt und das entstandene Video präsentiert, welches auf sehr eindrucksvolle Weise den Weg von der ersten Selbsthilfegruppe bis hin zum heutigen Abstinentclub aufzeigt. Einige Selbsthilfevertreter der ersten Stunde sind auch heute noch wichtiger Bestandteil des betroffenenkompetenten Abstinenzclubs.

Die große Feier am 05.09.2013 stand ganz im Zeichen des Leitspruchs „come together“. Sowohl Betroffene und ihre Familien als auch Mitarbeiter der Suchtberatungsstelle- und –behandlungsstelle „Regenbogen“ feierten bis 21:30 Uhr ihr gemeinsames Jubiläum. In der Zeit von 15 bis 18 Uhr fand ein Familienfest statt, bei dem für Versorgung, Spiele und musikalische Unterhaltung gesorgt wurde. Ein Barkeeper mixte Alkoholfreie Cocktails und war selber erstaunt wie viel Spaß die Besucher ohne Alkohol hatten. Ab 18 Uhr spielten die extra für diesen Anlass gegründete hauseigene „Regenbogencombo“ und anschließend die Band „No Sound“ aus Torgau. Am Abend verlagerte sich das gesamte Fest auf die Tanzfläche. Insgesamt besuchten 180 Gäste das Fest und genossen die angenehme freudige Atmosphäre.

Auch bei den beiden genannten Anlässen war die Selbsthilfe aktiver Part der Organisation und Durchführung beider Veranstaltungen.

30 Jahre enge Zusammenarbeit zwischen Fach – und Betroffenenkompetenz verdeutlicht die Effektivität dieses Konzeptes. Die Selbsthilfe bekommt den Raum, der nötig ist, um eigenständig zu agieren. Sie werden nicht alleine gelassen, sondern es existiert ein System des Miteinanders.
Auf die nächsten 30 Jahre kooperativen Handelns.

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