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Maßnahme „teamWENDEPUNKT“ in der SBB „ALTERNATIVE II“

Team Wendepunkt
Das Arbeits- und Beschäftigungsprojekt „teamWENDEPUNKT“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Förderverein Zentrum für Drogenhilfe e.V. und dem Eigenbetrieb Städt. Klinikum „St. Georg“ Leipzig. Die fachliche Begleitung erfolgt über die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle „Alternative II“ des Städtischen Klinikum „St. Georg“ Leipzig

2010 wurde das Projekt als tagesstrukturierendes Angebot zur Arbeitserprobung angelegt. Es soll den Teilnehmern zuerst die Erfahrung von Arbeit/Beschäftigung und deren individuellen Wirkungen ermöglichen. Da die Hintergründe, aus denen die Klienten/Patienten kommen, meist von jahrelanger Arbeitslosigkeit bzw. gänzlich fehlenden Erfahrungen aus Erwerbstätigkeiten und Lebensmittelpunkten in der Drogenszene (Beschaffung von Geld – Beschaffung der Droge – Konsum der Droge) geprägt sind, wurden die Projekte unter nur zwei Einstiegsvoraussetzungen konzipiert:

  1. Motivation zur Teilnahme und
  2. Beikonsum- bzw. Suchtmittelfreiheit.

Vorerst kommt es auf die Realisierung von individuellen Arbeitserfahrungen an. Darauf aufbauend wird an der Entwicklung von „hardskills“ (Fachkompetenz) und „softskills“ (berufskulturelle Fähigkeiten wie soziale Kompetenz und Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz etc.) gearbeitet.

Ziel des Angebotes ist es, die Mitwirkenden langfristig zu befähigen, einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen. In einer simulierten Arbeitswelt können Fachkompetenzen erworben oder ausgebaut werden. Strukturen der freien Arbeitswelt mit Einsatz entsprechender Instrumente, wie

  • Führung von Bewerbungsgesprächen
  • Übernahme von Anleiterfunktionen
  • Übernahme von Buchhaltungs- und Verwaltungstätigkeiten
  • regelmäßige Durchführung von Arbeitsberatungen
  • „Projektlohn“

geben Orientierung und Training für die realistische Arbeitswelt. Dies trug unter anderem zur Erhöhung des Selbstwirksamkeitserlebens in Bezug auf Arbeit/Beschäftigung und somit zum Abbau von Hemmschwellen gegenüber dem (Wieder-) Einstieg auf dem Arbeitsmarkt bei.

10 Plätze zur Arbeitserprobung können besetzt werden und die Teilnehmer sich in folgenden Arbeitsbereichen testen:

  • Siebdruck
  • Fahrradselbsthilfewerkstatt
  • Holz und Metall
  • Garten
  • Maler- und Kreativbereich
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Büro und Neue Medien
  • Haushalt

Die Teilnehmer erhalten einen „Projektlohn“ in Form einer Aufwandsentschädigung von 1 € pro Stunde.

Das Projekt unterliegt keiner Regelfinanzierung, weshalb wir auf Spenden angewiesen sind.

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